Jugend­ver­kehrs­schule Düsseldorf

Das zu bepla­nende Grund­stück am Rather Broich ist durch zwei Nut­zun­gen geprägt. Die Jugend­ver­kehrs­schule Düs­sel­dorf unter­hält hier einen Ver­kehrs­übungs­platz, der Bürger Schüt­zen­ver­ein 1925 e.V. Düs­sel­dorf Rath ist eben­falls auf dem Gelände ver­or­tet. Für die Jugend­ver­kehrs­schule soll ein neues Gebäude errich­tet werden, der Schüt­zen­ver­ein soll die sani­tä­ren Anlagen mit­nut­zen können und für den Entfall von Flächen durch die Neu­bau­maß­nahme einen Ersatz­raum erhalten.

Konzept und Entwurf

Grund­ge­danke der Planung ist, der Jugend­ver­kehrs­stätte als Reprä­sen­tanz der Stadt Düs­sel­dorf eine ange­mes­sene Adresse zu geben und auch den Stand­ort des Schüt­zen­ver­eins zu stärken. Das Schüt­zen­haus bleibt bestehen, der Neubau wird in der Flucht des Bestands­baus geplant. Durch die Posi­tio­nie­rung des Neubaus rückt die Jugend­ver­kehrs­schule näher an den Zugang zum Gelände /​den Rather Broich und zeigt sich den ankom­men­den Besu­chern durch die geöff­nete Fassade mit einer ein­la­den­den Geste. Der Ein­gangs­be­reich wird zudem deut­lich durch ein schüt­zen­des Vordach mar­kiert, welches sich aus der Kubatur des Bau­kör­pers entwickelt.

Die kom­pakte Grund­riss­struk­tur basiert auf dem Prinzip eines Zwei­hüfters, der Mit­tel­flur ist die zen­trale Gebäu­de­achse und bildet gleich­sam die Ver­bin­dung zum Bestand/​Schützenhaus. Im Ein­gangs­be­reich ist der Flur auf­ge­wei­tet und bildet das Foyer, welches groß­zü­gig zum Thea­ter­saal geöff­net werden kann. Das Foyer nimmt die Höhe des Thea­ter­saals auf und kann so auch in der Raum­tiefe über Ober­lich­ter natür­lich belich­tet werden. Der Saal wird dadurch für ver­schie­dene Ver­an­stal­tun­gen attrak­tiv und fle­xi­bel nutzbar. Rück­wer­tig, zum Schüt­zen­haus, ver­jüngt sich die Mit­tel­achse zum Erschlie­ßungs­flur für die sani­tä­ren Anlagen. Hier erfolgt der Anschluss an den Bestand.

Fassade & Gestaltung

Über ver­schie­dene unter­schied­li­che Putz­ober­flä­chen wird die Fassade gestal­tet. Die Pri­mär­flä­chen werden als Kamm­putz aus­ge­führt, die Fenster werden durch Faschen gerahmt. Die Faschen werden, um diese auch plas­tisch abzu­set­zen, als Glatt­putz aus­ge­führt. Im Bereich des Saals und des Foyers werden die Ober­lich­ter optisch als Band zusam­men­ge­fasst. Analog zu den Toren der Mofa- und Fahr­rad­la­ger sind die Fenster – auch im Hin­blick auf die erfor­der­li­chen Ret­tungs­wege – boden­tief geplant.

Im Ein­gangs­be­reich ist als ein­la­dende und offene Geste eine Pfosten-Riegel Glas­fas­sade geplant. Hier soll bewußt dem Betrach­ter von Außen der Ein­blick in das innere des Gebäu­des gegeben werden. Genauso die Nutzer den neu geplan­ten Außen­raum wahr­neh­men. Der Vor­platz ist ein wich­ti­ger Teil der Kon­zep­tion und dient vor allem der Kom­mu­ni­ka­tion der Nutzer sowie die Ein­bet­tung des Gebäu­des in sein Umfeld. Das Dach wird exten­siv begrünt, was sich positiv auf die inner­städ­ti­schen, klein­kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen aus­wirkt, zusätz­lich ist eine Pho­to­vol­ta­ik­an­lage vorgesehen.


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