Gemein­de­zen­trum Kirche Erndte­brück

Ort und Funktion

Um die Iden­ti­tät des his­to­ri­schen Orts zu wahren und den Kirch­platz zu stärken, soll die hin­zu­ge­fügte Bau­masse mög­lichst gering gehal­ten werden. Die Raum­po­ten­tiale im Bestand sollen optimal aus­ge­schöpft werden und funk­tio­nal wie gestal­te­risch mit den neuen, die­nen­den Räumen ver­knüpft werden. Die umlie­gen­den Frei­flä­chen der Kirche sollen als Kirch­platz in das Gemein­de­le­ben inte­griert werden.

Die der­zei­tige Ein­gangs­si­tua­tion über den Neben­ein­gang der Süd­fas­sade und über ver­win­kelte Raum­se­quen­zen in den Kir­chen­raum wird durch einen vor­ge­la­ger­ten, ein­ge­schos­si­gen Anbau mit einer ein­la­den­den Ein­gangs­si­tua­tion auf­ge­wer­tet. Das neue Entree liegt nun in einer Achse mit dem gegen­über­lie­gen­den Haupt­ein­gang im Norden. Über diese zen­trale, inner­räum­li­che Achse können alle wesent­li­chen Räume und Flächen in der Kirche über­blickt und erschlos­sen werden.

Architektur und Gestaltung

Der neue Anbau an die Kirche wird als offene Pavil­lon­struk­tur in Ort­be­ton­bau­weise mit Fer­tig­teil­stüt­zen errich­tet. Aus dem natür­li­chen Gelän­de­ver­lauf ent­wi­ckelt sich nach Westen ein kleiner Sockel, darauf auf­bau­end trägt die fili­grane und ent­spre­chend der dahin­ter­lie­gen­den Nutzung rhyth­mi­sie­rende Stüt­zen­struk­tur die massive Decken­platte. Die fein­glied­rige Gestal­tung löst die Bau­masse auf und ent­wi­ckelt eine ange­mes­sen zurück­hal­tende Präsenz. Das Zusam­men­spiel aus Mate­rial, Struk­tur und Licht ver­leiht der Fassade Plas­ti­zi­tät und trägt der Bedeu­tung des Baus im denk­mal­ge­schütz­ten Ensem­ble Rech­nung.

Vor dem Zusam­men­schluss von bap Archi­tek­ten mit K*2A Archi­tek­ten ist der Wett­be­werbs­bei­trag zum Gemein­de­zen­trum Kirche Erndte­brück unter Mit­hilfe von Florian Hetschold im Büro K*2A Archi­tek­ten ent­wi­ckelt und ein­ge­reicht worden. Die Umset­zung und Aus­füh­rung des Wett­be­wer­ber­fol­ges erfolgt nun unter bap Archi­tek­ten.


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